Ölmühle & Bauernladen

Ölmühle


Robert Erschen sen. ist stolz, dass mit guten Produkten der Bauernhof wirtschaftlich überleben kann.

Es gibt Menschen, die schwören darauf: Jeden Morgen ein Schluck vom Leindotteröl und Magengeschwüre sind weg oder können gar nicht erst aufkommen. Eine Wunde immer wieder mit diesem Öl bestrichen heilt schneller, als mit so mancher Heilsalbe. Tatsächlich wird diesem Öl eine heilende Wirkung zugeordnet. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, vielleicht „verkrümeln“ sich deswegen die Magengeschwüre. Im Jauntal, in St. Stefan, Gemeinde Globasnitz, besitzt die Familie Erschen zufriedene Abnehmer für das Leindotteröl aus fern und nah. „Ja, ja“, sagt Familienchef Robert Erschen, „das ist kein Öl zum Kochen, das ist wie Medizin.“ Die Familie Erschen betreibt eine Ölmühle: Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl, Leinöl, Leindotteröl und wenn die Natur es erlaubt, auch Nussöl. In Sachen hausgemachte Naturöle sind die Erschens eine Kärntner Großmacht. Nicht an Menge, sondern an Qualität. Das Leindotteröl ist das einzige Öl, das nicht am Hof der Familie Erschen gepresst wird, „das macht ein Kollege aus Rinkenberg“, erklärt Robert Erschen sen., „denn der Besitzt eine Spindelpresse und die ist für dieses Öl ideal.“ Die Samen werden getrocknet und im Stadl gelagert. Etwa alle 14 Tage – je nach Bedarf – werden Öle frisch gepresst.

Seit 60 Jahren werden in der Jauntaler Ölmühle Erschen preisgekrönte Öle hergestellt. Die Samen dazu kommen von den eigenen Feldern. Ein Portrait der Öl-Multis Robert und Ludmilla Erschen.

Alte Mühle
1952 wurden am Kuntschitsch-Hof von Robert Erschen erstmals Sonnenblumen angepflanzt und zu Sonnen - blumenöl gepresst. Das war die erste Generation an Produzenten. Heute ist bereits Robert III. am Ruder. Der junge Bauer ist voll bei Vater Robert II. eingestiegen, was diesen zur stolzen Aussage brachte: „Ich bin wirklich froh darüber und man sieht, was wir gemeinsam schaffen können.“
Gemeinsam 
Der Erfolg ist die Familie selbst. Mama Ludmilla, Vater Robert, Sohn Robert – das sind die Stützen des bäuerlichen Betriebes. Dazu kommen noch die Töchter Elvira und Stefanie. Erstere ist Absolventin der Universität für Bodenkultur und arbeitet in Kontrollinstanzen der AMA in Wien und die Jüngste ist Lehrkrankenschwester in Klagenfurt. Beide packen kräftig mit an, wenn sie daheim sind.
Hofladen
Am Hof hat die Familie Erschen einen Hofladen eingerichtet. Dort werden nicht nur eigene Produkte - also alle Öle und hauseigener Apfelsaft - sondern die Erzeugnisse etlicher Farant-Bauern aus dem Jauntal verkauft.


    Robert jun. und seine Schwester Elvira Erschen, die dritte Generation im „Ölmultikonzern“ der Familie. Der bäuerliche Betrieb ist auf Mama Ludmilla Erschen angemeldet.